Werbung: Dieses Buch wurde mir zur Rezension kostenfrei vom Stiebner-Verlag zur Verfügung gestellt. Meine Meinung ist trotzdem unvoreingenommen!

Kurz vor meiner diesjährigen Reise nach Tokio habe ich auf dem Instagram-Account des Stiebner-Verlags einen Aufruf zur Rezension des Buchs „Colour Blocking – 16 japanische Schnitte zum Selbernähen“ von Asaka Hamada gesehen. Mit meiner bevorstehenden Reise hatte ich auch Grund genug, weshalb mich dieses Buch interessieren sollte. Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich das Buch „Color Blocking“ in den Händen hielt und es ausgiebig testen konnte! Was bei meinem Praxistest herausgekommen ist, zeige ich in dieser Rezension.

Allgemeines

Fangen wir mit den Basics an: Das Buch „Colour Blocking“ enthält auf 79 Seiten ingesamt 16 Schnittmuster. Überwiegend Kleidung sowie eine Tasche in mehreren Varianten sind in dem Buch zu finden. Asuka Hamada schafft trotz eines minimalistischen und modernen Stils Stücke, die sehr gut induvidualisert werden können.

Auch dem Titel Colour Blocking wird die Autorin absolut gerecht. Selbst Farbkombinationen, die beim ersten Gedanken unstimmig wirken könnten, bilden absolute Statements.

Alle Schnitte (bis auf die Hose) sind auf „one-size-fits-all“ ausgelegt. Durch die Stückelung verschiedener Stoffe eignen sich die Stücke wunderbar zur Resteverwertung. Geübte Anfänger und Fortgeschrittene kommen mit dem Schwierigkeitsgrad der Anleitungen sicherlich zurecht.

Für 22€ ist das Buch als Softcover beim Stiebner-Verlag erhältlich.

Aufbau des Buches

Während meiner Reise nach Japan habe ich auch einige Bücher mitgenommen. Diese haben eines gemeinsam – den Aufbau. Auch die japanischstämmige Autorin hält sich bei ihrem Buch an dieses Muster. Es beginnt mit einem Lookbock, bei dem die Modelle vorgestellt und gestylt werden. Danach folgen die allgemeinen Grundlagen zur Technik und Verarbeitung. Im letzten Teil werden die Kleidungsstücke ausführlich einzelnen erklärt. Die Schnittmuster liegen als Papierbogen ebensfalls bei.

Inhalt

Lookbook

Konzentieren wir uns nun auf den Inhalt der einzelner Bereiche. Beginnend mit den Lookbook startet das Buch mit zahlreichen Fotos. Diese sind simpel, zeigen aber alle wichtigen Details. Die Kleidungsstücke werden entweder als komplettes Outfit oder in ihren einzelnen Bestandteilen gezeigt. Faszinierend daran ist zu sehen, wie zum Beispiel ein komplett rundes Kleidungsstück am Körper sitzt. Einziges Manko ist, dass nicht immer die Rückseite oder andere Perspektiven zu sehen sind.

Quelle: Amazon.com

Grundlagen

In den Grundlagen werden allgemeine technische Grundlagen und Verarbeitungshinweise vorstellt. Beispielspielsweise sind Techniken zum Versäubern der Kleidungsstücke aufgeführt. Diese Tipps sind nicht nur für dieses Buch relevant, sondern sind tolle Hinweise für jeden Nähenden.

Quelle: Amazon.com

Anleitungen

Die Anleitungen sind ebenfalls wie die Grundlagen sehr detailliert dargestellt. Sie sind schlüssig, was für mich sehr wichtig ist. Ich mag nichts weniger als unlogische und unnötig komplizierte Anleitungen. Jedes Modell wird einzeln beschrieben, dabei werden die Variationen, die bereits im Lookbook gezeigt werden, erneut aufgegriffen.

Quelle: Amazon.com

Schnittmuster

Alle Schnittmuster findet man gesammelt auf einem Bogen, der durch die „one-size-fits-all“-Passform relativ übersichtlich bleibt. Allerdings sind die eizelnen Modelle nicht durch Farben, sondern lediglich Nummern und Buchstaben zugeordnet. Das persönlich hätte mir das Abpausen der Schnittmusterteile etwas erleichtert.

Praxistest

Ein noch so schön aufgebautes Nähbuch kann für mich nur punkten, wenn es den Praxistest besteht. Ich habe zwei Modelle dazu nachgenäht.

Stofftasche

Die Tasche habe ich ganz einfach ohne jegliche Teilungen genäht. Obwohl die Anleitung nicht die simpelste für eine vergleichsweise einfache Tasche ist, bin ich sehr zufrieden. Das Endergebnis überzeugt durch ein ordentliches Innenleben und Fuktionalität.

Oberteil

Das Oberteil habe ich ganz authentisch aus Leinenstoff auf Japan genäht habe. Es ist für mich ein absolutes „Key-Piece“ für den Sommer. Obwohl die Kombinationen aus beiden Blautönen doch etwas zurückhaltender ist, gibt es genug Konstrast.

Die Verarbeitung des Oberteils ist sehr ordentlich, vor allem durch die Verwendung der Overlock zur Versäuberung. Bei der Reihenfolge der Zusammensetzung sollte man sich unbedingt genau an die Anleitung halten. Nur so können alle „Puzzelteile“, aus denen die Kleidungsstücke zumal bestehen, sinnvoll und ordentlich verbunden werden.

Quelle: Amazon.com

Fazit

Rein von der Qualität der Bilder, Anleitungen oder Schnittmuster gibt es bei diesem Buch nichts zu bemängeln. Alle Modelle sind etwas absolut besonderes und einzigartig. Sehr überzeugend sind der Aufbau der Grundlagen und der Anleitungen, die mit dem Know-how der Autorin glänzen. Betrachtet man die Anzahl der Modelle, lohnt sich auch der Preis von 22 €, der für ein relativ „schlankes“ Buch vielleicht zuerst etwas hoch wirkt.

Für mich ist das größtes Manko die „one-size-fits-all“-Passform. Jeder weiß, dass dies einfach nicht zutreffen kann. Für eine Kaufgröße 36 wie mich sitzen die Teile oversized. Ab Größe 42 aufwärts werden die Stücke ohne Anpassungen mit hoher Wahrscheinlichkeit leider nicht mehr passen, zu mal sie für Webware ausgelegt sind. Das ist sehr schade für all jene, die trotz sehr kleiner oder großer Kaufgröße diese Modelle gerne nachnähen würden.

Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der auf der Suche nach individuellen und besonderen Stücken ist. Alle Modelle heben sich definitiv von den gewöhnlichen Nähzeitschriften und Schnittmustern ab. Wer also auch schon vom Colour Blocking Trend gepackt wurde, sollte sich definitiv dieses Buch genauer ansehen!

Teile diesen Beitrag!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.