Schon seit Beginn dieses Jahres tauche ich immer mehr in die Welt der Vintagemode ein. Für mich bedeutet das: meine eigenen Vintagestücke nähen. Hier bin ich aber schon zu Beginn auf das ein oder andere Problem gestoßen. Wie fange ich damit an? Woher bekomme ich meine Schnittmuster? Wie lerne ich, authetische Stücke zu „kopieren“? In meiner neue Blogreihe „sew vintage“ werde ich mich mit all dem beschäftigen. Wenn auch du an diesem Prozess teilhaben, willst, abonniere am besten gleich meinen Newsletter!

Abonniere meinen Newsletter!

* indicates required

Heute fangen wir mit der Basis an: den Schnittmustern. Je weiter entfernt wir von dem Jahrzehnt sind, das dich besonders interessiert, kann die Suche danach mitunter ziemlich schwierig werden. Doch lass dich nicht entmutigen – dank Internet und Co. gibt es ausreichende Ressourcen!

1. Authentische Vintage-Schnittmuster

Die wohl logischste Maßnahme: Mach dich auf die Suche nach authentischen Vintage-Schnittmustern. Der perfekte Ort dafür sind:

  • Ebay, Etsy
  • Flohmarkt
  • Bekannte und Verwandte der älteren Generation (die vielleicht den ein oder anderen Schatz noch auf dem Dachboden versteckt haben)

Klingt einfach, oder? Leider sieht die Realität doch oft etwas anders aus. Nicht jeder kennt jemanden, der noch zufällig seine Schnittmustern von vor 50 Jahren hortet. Nicht immer findet man auf dem Flohmarkt genau das, nach dem man sucht.

Außerdem solltest du folgende Punkte bei der Suche nach authentischen Schnittmuster beachten:

  • Der Preis: Viele ältere Schnittmuster können durchaus hochpreisig sein.
  • Der Zustand: Du kannst dich nie auf dem Zustand der Schnittmuster verlassen. Sofern sie nicht neu sind, können Teile fehlen. Oder der Zahn der Zeit hat bereits daran genagt.
  • Deine Konfektionsgröße: Hier ist besonders Vorsicht geboten! Meiner Erfahrung nach sind viele ältere Schnittmuster für nur eine Hand voll Größen ausgelegt. Dazu kommt, dass die Maßtabellen teils extrem von der heutigen Norm abweichen. Dazu werden wir bestimmt noch in einer späteren Episode eingehen. Aber soviel soll gesagt sein: Die Mode von früher war leider nicht sehr inklusiv, wenn es um größe Größen geht!

Vintage-Schnittmuster von „Diana von Fürstenberg“

2. Retromodelle in Nähzeitschriften

Für jeden zugänglich und eine bessere Größenauswahl haben Retromodelle in Nähzeitschriften. Spontan fallen mir da die Retroschnitte von Burda ein. Ich habe allerdings auch schon Retroschnitte von anderen Anbietern wie Butterick gesehen.

Das hat natürlich viele Vorteile:

  • die Größen
  • der Zustand
  • die Verfügbarkeit

Ich möchte auf jeden Fall in Zukunft einige dieser Retromodelle testen. Falls ihr Interesse an einer Review habt, lasst es mich gerne wissen!

3. „Inspired-by“ Bücher

Diese Kategorie gehört genauer genommen auch zu Punkt 2. Anders wie bei dem einzelnen Modellen wie zum Beispiel in der Burda gibt es aber ganze Sammlungen von Retromodellen. Das wahrscheinlich bekannteste Beispiel sind die Bücher von Gertie Hirsch. Sie erfreuen sich nicht nur im englischsprachigen Bereich an hoher Beliebtheit.

Ich nutze auch sehr gerne so ein Buch. Gekauft habe ich es in Japan, deshalb habe ich es nur auf Ebay für euch gefunden. Es hat aber ein super spannendes Konzept: bekannten Filmszenen aus Klassikern wie „Sabrina“ oder „Et Dieu … Créa la Femme“ werden zu Schnittmustern verarbeitet. Ich habe schon zwei Kleider daraus genäht – ein drittes ist bereits in Planung!

Mein liebstes Buch aus Japan – tolle Vintage-Schnittmuster

4. Eigene Referenzen ziehen

Schnittmuster finden kann schwierig sein – Inspiration nicht! Genau darum geht es im letzten Punkt. Zugegebenerweise der wohl komplizierteste. Er kann aber sehr günstig gehalten werden, wenn man bereits vorhandene Schnittmuster nimmt und anpasst.

Auf meinem Pinterest-Account findet ihr über 500 Bilder zum Thema Vintage-Mode. Mir helfen diese Bilder dabei, meine bereits vorhandene Kleidungsstücke etwas mehr „Vintage“ zu stylen. Oder moderne Schnittmuster ein klein wenig abzuwandeln, um sie etwas mehr „Vintage“ werden zu lassen.

Manchmal musst du auch gar keine Anpassungen vornehmen. Ein einfacher Tellerrock ist ein absolut Zeitloses Stück, dass sich in vielen Epochen wiederfindet.

Zu guter letzt…

Hoffe ich sehr, dass dir dieser erste Teil der Blogreihe gut gefallen hat! Falls du noch weitere Quellen für Vintage-Schnittmuster kennst, lass es mich gerne wissen.

Bis dann, deine Maria.

Teile diesen Beitrag!

One Reply to “Die besten Quellen für Vintage Schnittmuster | sew vintage #1”

  1. Oh, das ist ein sehr spannendes Thema! Ich habe auch schon ein paar original Vintage Kleider genäht und verbloggt. Ich habe alle meine alten Schnittmuster auf Etsy bekommen. Der Versand nach Österreich kostet meist mehr als das Schnittmuster selbst… Interessant wäre es noch, von dir zu erfahren, wie oft du deine Kleider trägst und wie deine Umgebung drauf reagiert. Erst gestern habe ich mein rosa 50er Jahre Kleid getragen, und einige Blicke registriert )) Liebe Grüße aus Wien, Juli

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.